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Kärnten hat den E-Bike-Trend schon vor Jahren erkannt

Paco Wrolich, Radsportkoordinator der Kärnten Werbung, weiß um die Bedeutung des E-Bike-Trends für die touristische Entwicklung Kärntens. Im Interview erläutert der Vordenker, welche Projekte in dem Bundesland an den Start gebracht wurden und welche Bedeutung E-Motions für die Radregion hat

1. Welche Bedeutung hat das Festival E-Motions für das Land Kärnten?

Kärnten hat den E-Bike-Trend schon vor Jahren erkannt. Die Infrastruktur, die z.B. ein großes Angebot an Verleihstationen an allen Kärntner Seen anbietet sowie die strategische Ausrichtung in der Destination setzen Zeichen.

Darüber hinaus bieten wir für Gäste und Einheimische noch in diesem Jahr in Kärnten das erste flächendeckende E-Bike-Verleihsystem (genannt „Kärnten rent e-Bike") in Österreich mit rund 50 Verleihstationen im ganzen Bundesland geben. Ein Meilenstein, der den Radtourismus weiter nach vorne bringen wird. 

Wir arbeiten mit der Firma Papin-Sport zusammen, so dass mehr als 800 E-Bikes in den Stationen zur Verfügung stehen. Alle 14 Kärntner Regionen sind Partner und setzen sich für die Umsetzung des Projektes ein. Die Resonanz macht uns stolz und wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Deshalb ist das E-Bike-Festival „E-Motions Genuss erfahren am Millstätter See“ eine logische Schlussfolgerung unserer Leistungen. E-Biken ist in Kärnten in allen Regionen ein fixer Bestandteil des touristischen Angebotes, ganz besonders aber am Millstätter See.

 

2. Beschreibe Kärnten als Radregion? Was kann man hier mit dem Rad alles machen?

Kärnten bietet alles, was das Radfahrerherz begehrt. Rennradfahrer finden Herausforderungen auf gutausgebauten Strecken entlang namhafter Seen oder auf hohen Bergstraßen, wie die Großglockner Hochalpenstraße sowie auf spektakulären Passstraßen ins benachbarte Italien oder Slowenien. Sogar die Weltmeisterschaft der Straßenfahrer fand 1987 in Kärnten (Villach) statt.

Genussradler genießen Landschaft und Lebenskunst auf der Route entlang der Drau oder auf dem Ciclovia Alpe Adria Radweg. Der Drauradweg wurde 2016 sogar mit 5 Sternen als ADFC-Qualitätsradroute ausgezeichnet und zählt somit zu den besten Radwegen Europas. Was uns aber von anderen Destinationen grundlegend unterscheidet, sind die zahlreichen, qualitativ hochwertigen Radwege entlang unserer Seen wie dem Wörthersee, Faaker See, Ossiacher See, Klopeiner See oder dem Millstätter See. Das einzigartige Berg-Seen-Panorama in Kärnten übt eine große Faszination auf Radfahrer aus. 

Und welcher Mountainbiker möchte nicht wenigstens einmal den längsten Trail in Europa erobern? 11,5 km pures Abenteuer warten auf dem Flow Country Trail auf der Petzen auf die Fahrer. Zahlreiche internationale Preise zeugen von der hohen Qualität der Strecke. In den letzten drei Jahren wurden rund zwei Dutzend neue Trails in sämtlichen Destinationen gebaut und eröffnet. Kärnten ist ein wahres Bike-Dorado für Anhänger dieser Fortbewegungsart.

3. Welche Projekte sind in Kärnten am Laufen oder was ist für Radfahrer in Zukunft noch geplant?

Für Mountainbiker bauen wir Trails, Trails und nochmals Trails! 

Das ist für uns ein wichtiger strategischer Schwerpunkt, den wir schon sehr gut umgesetzt haben, aber den wir noch weiter voranbringen möchten.

Für die Genussradler wird bis 2020 der Drauradweg in Slowenien auf einem rund 35 km langen Abschnitt für 15 Millionen Euro weiter ausgebaut. Nach der Fertigstellung gilt es dann 520 km zu absolvieren. Den Radfans steht ein grenzüberschreitender Radgenuss von Südtirol, über Osttirol, Kärnten und Slowenien bis nach Kroatien zur Verfügung. Und das überwiegend auf Wegen, die nur dem Radverkehr vorbehalten sind!

Nicht zu vergessen: Bei der Tour de Kärnten stehen JederMann und JederFrau bei einem der wichtigsten Etappenrennen in Europa am Start! Sieben abwechslungsreiche Etappen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden warten im Mai auf die Radfahrer. Diese sind auch herzlich zur Fuga300 eingeladen, einer Eintagestour vom ewigen Eis (Großglockner) bis an die Adria. Das ist sicherlich die größte Rennradherausforderung, die wir in Kärnten zu bieten haben. In 315 km vom Gletscher ans Meer – das gibt es nur bei uns!

4. Welche Rolle spielen E-Biker für Kärnten? Wie bindet Ihr sie in Eure Planungen mit ein?

Wie schon erwähnt, ist das E-Bike für Kärnten enorm wichtig. Das schöne Berg-Seenpanorama, die rund 3000 legalen MTB-Kilometer, rund 1300 ausgebaute Radwege und viele Radhotels - und nicht zu vergessen, das Klima. Schließlich heißt es: Kärnten, auf der sonnigen Seite der Alpen. All das sind Argumente, welche vor allem den E-Bikern entgegen kommen. Der unkomplizierte Radverleih ist ein zusätzlicher Bonus! 

Lassen Sie ihr Rad ruhig zuhause, denn in Kärnten bieten wir Ihnen qualitativ hochwertige Räder aller Kategorien. Vom E-MTB, über das MTB Fully (vollgefedert) bis hin zum Anhänger für Kinder. 

5. Rühr die Werbetrommel für „E-Motions- Das E-Bike Event am Millstätter See“. Warum lohnt sich die Teilnahme?

Am Millstätter See begeistern der See wie auch die Berge. Genussvoll geht es mit heimischen Bike-Guides auf Tour. Auf naturbelassenen Trails mit dem E-MTB in den Nockbergen oder mit dem E-Bike auf flach und leicht rollenden Strecken am See. Das Herzstück der Routen ist der 28 Kilometer lange Genussradweg rund um den See. Auch sportliche E-Biker, die das Gipfelglück suchen und mit Flow bergab fahren, fühlen sich von der Veranstaltung angesprochen. Schließlich blickt die Destination seit über 20 Jahren mit „Nockbike“ auf ein Radeldorado abseits des Mainstreams. 

Auf dem Expo-Gelände am 1. Kärnten Badehaus in Millstatt präsentieren namhafte Aussteller im Mai ihre neuesten Modelle, die auf einer Strecke durch Millstatt kostenlos getestet werden können. Ein spannendes Abendprogramm mit einem Street Food Market sowie Shows von internationalen Radprofis runden das Angebot ab. Ein besonderes Highlight des E-Bike-Festivals ist die Sperrung der Lieser-Schlucht für den Autoverkehr. Von Freitagabend bis Sonntag gehört die kurvige Straße von Seeboden nach Spittal den Bikern und bietet sorgenfreies Radeln.

Das Event E-Motions bietet jedoch mehr als Rad fahren. Schließlich muss sich Kärnten für seine Alpe Adria Küche nicht schämen. Für heimische Gerichte wie die Laxn`, Reinanken oder die Kärntner Kasnudln sind wir schließlich bekannt.

Und ich persönlich freue mich am meisten auf die von mir geführten E-Rennradtouren über die Nockalmstrasse. Das wird auch für mich eine ganz neue Erfahrung!